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All-on-8 Implantate

Was sind All-on-8 Implantate?

All-on-8 Implantate sind eine Behandlungsmethode, bei der eine festsitzende Zahnprothese auf acht Implantaten befestigt wird, die in einen Kiefer eingesetzt werden. Diese Methode kommt für Patienten infrage, die alle Zähne verloren haben oder deren verbleibende Zähne nicht mehr erhalten werden können. Ziel ist es, fehlende Zähne zu ersetzen, die Kaufunktion wiederherzustellen und ein möglichst natürlich wirkendes Lächeln zu ermöglichen.

Bei der All-on-8 Behandlung werden die Anzahl und Position der Implantate anhand der Kieferknochenstruktur und des geplanten Zahnersatzes beurteilt. Bei geeigneten Patienten mit ausreichender Primärstabilität können provisorische festsitzende Zähne in der Regel innerhalb von 3–4 Tagen eingesetzt werden. Nach der Einheilung der Implantate in den Kieferknochen wird meist nach 4–6 Monaten die endgültige festsitzende Prothese angefertigt. Allerdings sind nicht bei jedem Patienten acht Implantate erforderlich. Der passende Behandlungsplan wird nach einer klinischen Untersuchung und einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie (DVT) festgelegt.

AnästhesieIn der Regel örtliche Betäubung
Anzahl der Implantate8 Implantate pro Kiefer
BehandlungsdauerIn der Regel 2–3 Stunden pro Kiefer, abhängig von zusätzlichen Eingriffen
Provisorische festsitzende ZähneBei geeigneten Patienten meist innerhalb von 3–4 Tagen
Erste HeilungsphaseEtwa 1–2 Wochen
Endgültige ProtheseIn der Regel nach 4–6 Monaten
All-on-8 Implantate im Überblick

All-on-8 ist eine der Möglichkeiten, bei vollständigem Zahnverlust einen festsitzenden, implantatgetragenen Zahnersatz einzusetzen. Weitere Informationen über den Aufbau und den Ablauf einer Implantatbehandlung finden Sie auf unserer Seite über Zahnimplantate.

Patienten, die ihre Behandlung in Istanbul planen, finden in unserem Ratgeber zu All-on-8 Implantaten in der Türkei weitere Informationen zum Behandlungsablauf, zur Reiseorganisation und zu den Preisen.

Für wen sind All-on-8 Implantate geeignet?

All-on-8 Implantate sind eine Möglichkeit der festsitzenden Zahnversorgung für Patienten, die alle Zähne in einem Kiefer verloren haben oder deren verbleibende Zähne nicht mehr erhalten werden können. Voraussetzung für das Einsetzen von acht Implantaten sind jedoch ein ausreichendes Knochenvolumen, eine geeignete Knochenqualität und passende anatomische Bedingungen.

Diese Behandlung kann insbesondere in folgenden Situationen infrage kommen:

  • Vollständiger Zahnverlust: Patienten, die alle Zähne im Ober- oder Unterkiefer verloren haben.
  • Nicht erhaltungswürdige Zähne: Patienten, deren verbleibende Zähne aufgrund schwerer Schäden oder fortgeschrittener parodontaler Erkrankungen nicht mehr erhalten werden können.
  • Wunsch nach festsitzendem Zahnersatz: Patienten, die anstelle einer herausnehmbaren Prothese eine implantatgetragene, festsitzende Versorgung bevorzugen.
  • Ausreichendes Knochenangebot: Patienten mit genügend Knochenvolumen und geeigneter Knochenqualität, um acht Implantate an den vorgesehenen Positionen einsetzen zu können.
  • Langfristige Pflege: Patienten, die eine gründliche tägliche Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen gewährleisten können.

Für wen sind All-on-8 Implantate möglicherweise nicht geeignet?

All-on-8 ist nicht für jeden Patienten notwendig oder geeignet. Ein ausgeprägter Knochenverlust, bestimmte unzureichend kontrollierte Allgemeinerkrankungen, aktive Infektionen im Mundraum und Risikofaktoren, die die Wundheilung beeinträchtigen können, können eine Anpassung des Behandlungsplans erforderlich machen.

Bei unzureichendem Knochenangebot können zusätzliche Eingriffe notwendig sein. Alternativ lassen sich andere festsitzende Versorgungskonzepte mit einer geringeren Anzahl von Implantaten prüfen. Ob die Behandlung geeignet ist, wird nach einer Untersuchung der Mundhöhle und einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie (DVT) entschieden.

Wie läuft die All-on-8 Implantatbehandlung ab?

Die All-on-8 Implantatbehandlung umfasst die Untersuchung des Kieferknochens, das Einsetzen von acht Implantaten an den geplanten Positionen und die Anfertigung einer festsitzenden, implantatgetragenen Prothese. Der Ablauf wird individuell auf die Knochenstruktur, die Mundgesundheit und eventuell erforderliche zusätzliche Eingriffe abgestimmt.

1. Untersuchung und Behandlungsplanung

Zu Beginn erfolgt eine Untersuchung der Mundhöhle. Mithilfe einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie (DVT) werden das Volumen, die Dichte und die anatomische Struktur des Kieferknochens beurteilt. Dabei werden die vorgesehenen Implantatpositionen, die Gestaltung des Zahnersatzes und die Verteilung der Kaukräfte gemeinsam berücksichtigt.

Wenn Zähne nicht mehr erhalten werden können oder Zahnfleischprobleme beziehungsweise aktive Infektionen vorliegen, werden die notwendigen Behandlungen eingeplant. Bei unzureichendem Knochenangebot können in manchen Fällen zusätzliche Maßnahmen wie ein Knochenaufbau erforderlich sein.

Bestandteile eines Zahnimplantats: Implantat, Abutment und Zahnkrone
Ein Zahnimplantat besteht aus drei Hauptbestandteilen: Implantat, Abutment und Zahnkrone.

2. Einsetzen der Implantate und provisorische Zähne

Der chirurgische Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. An den zuvor festgelegten Positionen werden acht Zahnimplantate in einen Kiefer eingesetzt, um eine festsitzende Zahnprothese zu tragen. Die Dauer des Eingriffs kann je nach Knochenstruktur, notwendigen Zahnextraktionen und zusätzlichen Behandlungen variieren.

Bei Patienten mit ausreichender Primärstabilität der Implantate und geeigneten Voraussetzungen für eine Frühbelastung können provisorische festsitzende Zähne in der Regel innerhalb von 3–4 Tagen eingesetzt werden. Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht für jeden Patienten geeignet. In manchen Fällen muss zunächst die Einheilung der Implantate abgewartet werden, sodass eine andere provisorische Versorgung geplant wird.

3. Einheilung und endgültiger festsitzender Zahnersatz

Das Einwachsen der Implantate in den Kieferknochen, die sogenannte Osseointegration, dauert in der Regel 4–6 Monate. Während dieser Zeit sollten insbesondere Patienten mit provisorischem festsitzendem Zahnersatz harte Lebensmittel vermeiden, auf eine sorgfältige Mundhygiene achten und die empfohlenen Kontrolltermine wahrnehmen.

Nach ausreichender Osseointegration werden Abdrücke genommen und der endgültige festsitzende Zahnersatz angefertigt. Form, Farbe, Anordnung und Bisslage der Zähne werden an die Gesichtsstruktur und die Kaubedürfnisse des Patienten angepasst. Abschließend wird die Prothese eingesetzt, der Biss kontrolliert und der Patient erhält Empfehlungen zur langfristigen Pflege.

Ablauf einer Zahnimplantatbehandlung: Implantation, Einheilung, Abutment und Zahnkrone
Eine Zahnimplantatbehandlung umfasst mehrere Schritte, darunter das Einsetzen des Implantats, die Einheilungsphase und die Befestigung der Zahnkrone.

All-on-8 Implantate: Vorher und Nachher

Bei der Behandlung mit All-on-8 Implantaten vor und nach dem Eingriff sind eine sorgfältige Planung und eine ungestörte Einheilung der Implantate besonders wichtig. Vor dem Eingriff werden die Mundgesundheit und der allgemeine Gesundheitszustand beurteilt. Nach der Implantation stehen die Ernährung, die Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen im Mittelpunkt.

Vor der All-on-8 Implantatbehandlung

  • Krankengeschichte: Chronische Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und Allergien sollten dem Zahnarzt mitgeteilt werden. Medikamente dürfen nicht ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden.
  • Rauchen: Rauchen kann die Einheilung der Implantate beeinträchtigen. Es wird empfohlen, vor und nach dem Eingriff auf das Rauchen zu verzichten.
  • Zahnfleischgesundheit: Aktive Infektionen und parodontale Erkrankungen sollten untersucht und notwendige Behandlungen entsprechend geplant werden.
  • Knochenuntersuchung: Mithilfe einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie (DVT/CBCT) werden das Knochenvolumen und die anatomischen Strukturen in den vorgesehenen Implantationsbereichen beurteilt.
  • Mundhygiene: Vor dem Eingriff sollte auf eine gründliche Mundhygiene geachtet und die vom Zahnarzt empfohlene Vorbereitung durchgeführt werden.
  • Am Behandlungstag: Die Anweisungen zur Nahrungsaufnahme und Medikamenteneinnahme sollten entsprechend der vorgesehenen Anästhesiemethode befolgt werden.

Nach der All-on-8 Implantatbehandlung

In den ersten Tagen nach dem Eingriff können leichte bis mäßige Schmerzen, Schwellungen, Empfindlichkeit und geringe Blutungen auftreten. Diese Beschwerden lassen normalerweise mit der Zeit nach. Während der Heilungsphase sollten folgende Empfehlungen beachtet werden:

  • In den ersten 24 Stunden sollten kräftiges Mundspülen, starkes Ausspucken und Druck auf den Operationsbereich vermieden werden.
  • In den ersten Tagen sollten weiche, lauwarme Speisen bevorzugt und sehr heiße oder harte Lebensmittel vermieden werden.
  • Die vom Zahnarzt verschriebenen Medikamente sollten in der empfohlenen Dosierung und über die angegebene Dauer eingenommen werden.
  • Auf Rauchen und Alkoholkonsum sollte verzichtet werden.
  • Intensiver Sport und schwere körperliche Anstrengungen sollten in den ersten Tagen eingeschränkt werden.
  • Die Mundhygiene sollte gemäß den zahnärztlichen Anweisungen fortgesetzt werden, ohne die Implantationsbereiche zu verletzen.
  • Auch bei bereits eingesetztem provisorischem festsitzendem Zahnersatz sollten keine harten Lebensmittel gekaut und keine übermäßigen Kräfte auf die Prothese ausgeübt werden.

Heilungsverlauf nach All-on-8 Implantaten

Die Heilungsdauer kann je nach Knochenstruktur, allgemeinem Gesundheitszustand und zusätzlich durchgeführten Eingriffen variieren. Im Allgemeinen verläuft die Heilung folgendermaßen:

  • Erste 1–3 Tage: Schwellungen, Empfindlichkeit und leichte Blutungen können auftreten.
  • 3–7 Tage: Schmerzen und Schwellungen beginnen normalerweise nachzulassen. Geeignete Patienten können möglicherweise bereits provisorische festsitzende Zähne tragen.
  • 1–2 Wochen: Die anfängliche Heilung des Weichgewebes ist weitgehend abgeschlossen. Falls erforderlich, werden die Nähte kontrolliert oder entfernt.
  • 1–3 Monate: Die Osseointegration der Implantate schreitet weiter voran. Eine übermäßige Kaubelastung der provisorischen Prothese sollte vermieden werden.
  • 4–6 Monate: Sobald eine ausreichende Osseointegration erreicht ist, kann der endgültige festsitzende Zahnersatz angefertigt und eingesetzt werden.

Das Einsetzen provisorischer festsitzender Zähne bedeutet nicht, dass die Implantate bereits vollständig eingeheilt sind. Bei zunehmenden Schmerzen, anhaltenden Blutungen, Fieber oder einer sich verschlimmernden Schwellung sollte umgehend ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Vorteile und Nachteile von All-on-8 Implantaten

All-on-8 Implantate sind eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit vollständigem Zahnverlust, bei der eine festsitzende Zahnprothese auf acht Implantaten befestigt wird. Bei geeigneten Knochenverhältnissen kann die Prothese an mehreren Stellen abgestützt werden. Neben den möglichen Vorteilen gibt es jedoch auch einige Einschränkungen, die bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden sollten.

Vorteile von All-on-8 Implantaten

  • Festsitzender Zahnersatz: Als Alternative zu herausnehmbaren Prothesen ermöglicht diese Methode eine feste Zahnversorgung, die im Alltag nicht herausgenommen werden muss.
  • Kaufunktion: Eine sorgfältig geplante Prothese kann dazu beitragen, die Kaufunktion wiederherzustellen.
  • Lastverteilung: Acht Implantate können ermöglichen, die Kaukräfte auf mehrere Implantate zu verteilen, die den Zahnersatz tragen.
  • Ästhetisches Erscheinungsbild: Form, Farbe und Anordnung der Zähne können an die Gesichtsstruktur und das individuelle Lächeln des Patienten angepasst werden.
  • Sprechkomfort: Der Ersatz fehlender Zähne kann bei manchen Patienten die Sprache und Aussprache verbessern.
  • Abstützung der Prothese: Bei geeigneten anatomischen Voraussetzungen kann die Verteilung von acht Implantaten auf verschiedene Kieferbereiche zusätzliche Möglichkeiten zur Abstützung des festsitzenden Zahnersatzes bieten.
  • Individuelle Behandlungsplanung: Die Implantatpositionen und die Gestaltung der Prothese werden entsprechend der Kieferknochenstruktur und den Bedürfnissen des Patienten festgelegt.

Nachteile von All-on-8 Implantaten

  • Knochenangebot: Für das Einsetzen von acht Implantaten an geeigneten Positionen sind ein ausreichendes Knochenvolumen und eine entsprechende Knochenqualität erforderlich.
  • Chirurgischer Eingriff: Das Einsetzen der Implantate erfordert eine Operation, auf die eine Heilungsphase folgt.
  • Zusätzliche Behandlungen: Bei manchen Patienten können Zahnextraktionen, ein Knochenaufbau oder andere vorbereitende Maßnahmen notwendig sein.
  • Behandlungsdauer: Vor der Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes muss eine ausreichende Osseointegration der Implantate erreicht werden. Dieser Prozess dauert in der Regel 4–6 Monate.
  • Pflegeaufwand: Die Unterseite der festsitzenden Prothese und die Bereiche um die Implantate müssen regelmäßig gereinigt werden. Auch professionelle Kontrolluntersuchungen sind notwendig.
  • Kosten: Die Verwendung von acht Implantaten kann die Gesamtkosten im Vergleich zu manchen Behandlungskonzepten mit weniger Implantaten erhöhen.
  • Nicht für jeden Patienten erforderlich: Bei manchen Patienten können bereits vier oder sechs Implantate eine ausreichende Abstützung der Prothese ermöglichen. Eine höhere Implantatanzahl bedeutet nicht automatisch bessere Ergebnisse.

Die Vorteile und Nachteile der All-on-8 Behandlung müssen für jeden Patienten individuell beurteilt werden. Bei der Wahl der geeigneten Implantatanzahl sollten die Kieferknochenverhältnisse, die Positionierung der Implantate, die Gestaltung des Zahnersatzes und die langfristigen Pflegeanforderungen gemeinsam berücksichtigt werden.

Unterschiede zwischen All-on-4, All-on-6 und All-on-8

All-on-4, All-on-6 und All-on-8 sind Behandlungskonzepte für Patienten mit vollständigem Zahnverlust, bei denen eine festsitzende Zahnprothese durch Implantate getragen wird. Der wesentliche Unterschied liegt in der Anzahl der Implantate, die den Zahnersatz in einem Kiefer stützen. Eine höhere Implantatanzahl bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass bei jedem Patienten bessere oder länger anhaltende Ergebnisse erzielt werden.

MerkmalAll-on-4All-on-6All-on-8
Anzahl der Implantate4 pro Kiefer6 pro Kiefer8 pro Kiefer
Art des ZahnersatzesFestsitzende VollkieferprotheseFestsitzende VollkieferprotheseFestsitzende Vollkieferprothese
KnochenangebotKann bei bestimmten Formen von Knochenverlust angewendet werdenGeeignete Knochenbereiche für sechs Implantate erforderlichAusreichendes Knochenvolumen und geeignete Bereiche für acht Implantate erforderlich
ImplantatpositionierungDie hinteren Implantate können schräg eingesetzt werdenSechs Implantate werden entsprechend der Knochenstruktur verteiltAcht Implantate werden entsprechend dem Knochenangebot und der Prothesenplanung verteilt
LastverteilungDie Prothese wird von 4 Implantaten getragenDie Prothese wird von 6 Implantaten getragenDie Prothese wird von 8 Implantaten getragen
Provisorische festsitzende ZähneBei geeigneten Patienten frühzeitig möglichBei geeigneten Patienten frühzeitig möglichBei geeigneten Patienten frühzeitig möglich
Endgültiger ZahnersatzIn der Regel nach 4–6 MonatenIn der Regel nach 4–6 MonatenIn der Regel nach 4–6 Monaten
KostenIn der Regel werden weniger Implantate verwendetZusätzliche Implantate können die Kosten erhöhenEine höhere Implantatanzahl kann die Gesamtkosten erhöhen

Was ist besser: All-on-4, All-on-6 oder All-on-8?

Unter diesen drei Methoden gibt es keine einzelne Lösung, die für alle Patienten am besten geeignet ist. Bei manchen Patienten mit begrenztem Knochenangebot kann All-on-4 infrage kommen, während bei ausreichendem Knochenangebot auch All-on-6 oder All-on-8 erwogen werden können. Allerdings ist die Verwendung von acht Implantaten nicht grundsätzlich vorteilhafter als eine Versorgung mit vier oder sechs Implantaten.

Bei der Wahl der Behandlung werden das Volumen und die Qualität des Kieferknochens, die Implantatpositionen, die Kaukräfte, die Gestaltung des Zahnersatzes und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten gemeinsam berücksichtigt. Deshalb sollte die geeignete Methode erst nach einer klinischen Untersuchung und einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie (DVT/CBCT) festgelegt werden.

Nebenwirkungen und Risiken von All-on-8 Implantaten

Da die Behandlung mit All-on-8 Implantaten einen chirurgischen Eingriff umfasst, können danach vorübergehende Nebenwirkungen auftreten. Wie bei jeder Implantatbehandlung sind außerdem Komplikationen wie Infektionen, eine ausbleibende Osseointegration oder Probleme mit dem Zahnersatz möglich. Das individuelle Risiko hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand, der Knochenstruktur, der Mundhygiene und der Behandlungsplanung ab.

Mögliche Nebenwirkungen von All-on-8 Implantaten

Die meisten Beschwerden, die nach dem Eingriff auftreten können, sind vorübergehend und lassen mit fortschreitender Heilung nach.

  • Schwellungen: Sie können im Bereich des Zahnfleisches und der Wangen auftreten und sind meist in den ersten Tagen am deutlichsten.
  • Schmerzen und Empfindlichkeit: An den Implantationsstellen können leichte bis mäßige Schmerzen auftreten.
  • Leichte Blutungen: Besonders in den ersten Stunden nach dem Eingriff können geringe Blutungen oder blutiger Speichel auftreten.
  • Blutergüsse: Bei manchen Patienten können vorübergehende Blutergüsse im Bereich der Wangen und des Kiefers entstehen.
  • Empfindlichkeit beim Kauen: In den ersten Tagen kann das Kauen unangenehm sein, sodass eine weiche Ernährung erforderlich sein kann.

Risiken von All-on-8 Implantaten

Zu den selteneren Komplikationen, die das Behandlungsergebnis beeinflussen können, gehören:

  • Infektionen: Im Operationsbereich oder im Gewebe rund um die Implantate kann sich eine Infektion entwickeln.
  • Ausbleibende Osseointegration: Eines der Implantate kann möglicherweise keine ausreichende Verbindung mit dem Knochen bilden. In diesem Fall kann eine Entfernung des Implantats oder eine erneute Behandlungsplanung notwendig werden.
  • Entzündungen um die Implantate: Unzureichende Mundhygiene und bestimmte Risikofaktoren können Entzündungen und Knochenverlust im Bereich der Implantate begünstigen.
  • Nerven- oder Sinuskomplikationen: Abhängig von der Implantatposition können Nervenverletzungen, Taubheitsgefühle oder im Oberkiefer Probleme im Zusammenhang mit der Kieferhöhle auftreten.
  • Probleme mit dem Zahnersatz: Bei der provisorischen oder endgültigen Prothese können Brüche, gelockerte Schrauben, Verschleiß oder Bissprobleme auftreten.
  • Langfristiger Knochenverlust: Eine Abnahme des Knochens rund um die Implantate kann deren langfristige Stabilität beeinträchtigen.

Wie lassen sich die Risiken reduzieren?

Vor dem Eingriff sind eine sorgfältige Behandlungsplanung anhand einer ausführlichen Untersuchung und einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie, die Behandlung bestehender Infektionen sowie die Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands wichtig. Nach der Behandlung können der Verzicht auf Rauchen, die regelmäßige Reinigung der Prothese und der Implantatumgebung, die Einhaltung der Ernährungsempfehlungen und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen dazu beitragen, das Komplikationsrisiko zu verringern.

Bei zunehmenden Schmerzen, anhaltenden Blutungen, Fieber, eitrigem Ausfluss, stärker werdenden Schwellungen oder anhaltenden Taubheitsgefühlen sollte unverzüglich ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Ergebnisse der All-on-8 Implantatbehandlung

Das Ziel der Behandlung mit All-on-8 Implantaten besteht darin, Patienten mit vollständigem Zahnverlust einen festsitzenden, ästhetischen und funktionellen Zahnersatz zu ermöglichen. Nach Abschluss der Behandlung können Patienten ihre Kau- und Sprechfunktion häufig komfortabler ausüben, ohne eine herausnehmbare Prothese verwenden zu müssen. Die erzielten Ergebnisse können jedoch je nach Zustand des Kieferknochens, Positionierung der Implantate und Gestaltung des Zahnersatzes unterschiedlich ausfallen.

Bei der Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes werden Farbe, Form, Größe und Anordnung der Zähne an die Gesichtszüge des Patienten angepasst. Dabei geht es nicht nur darum, fehlende Zähne zu ersetzen, sondern auch ein harmonisches und natürlich wirkendes Lächeln zu erreichen.

Der langfristige Erfolg von All-on-8 Implantaten hängt nicht allein von der Anzahl der eingesetzten Implantate ab. Eine konsequente Mundhygiene, die Gesundheit des Gewebes rund um die Implantate, die richtige Nutzung der Prothese und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Ergebnisse. Einzelne Prothesenbestandteile können im Laufe der Zeit eine Wartung, Reparatur oder Erneuerung benötigen.

Nicht jeder Patient benötigt acht Implantate. Entscheidend für eine erfolgreiche und langfristig stabile Versorgung ist die Wahl einer Implantatanzahl und Prothesengestaltung, die zu den individuellen anatomischen Voraussetzungen passt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind All-on-8 Implantate?

All-on-8 ist eine Behandlungsmethode, bei der eine festsitzende Vollkieferprothese auf acht Zahnimplantaten befestigt wird, die in einen Kiefer eingesetzt werden. Sie kann bei Patienten mit vollständigem Zahnverlust oder mit Zähnen, die nicht mehr erhalten werden können, infrage kommen.

Ist die Behandlung mit All-on-8 Implantaten schmerzhaft?

Das Einsetzen der Implantate erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung, sodass während des Eingriffs normalerweise keine Schmerzen zu erwarten sind. Nach dem Nachlassen der Betäubung können für einige Tage Schmerzen, Schwellungen und Empfindlichkeit auftreten.

Wie lange dauert die All-on-8 Implantation?

Der chirurgische Eingriff dauert in der Regel etwa 2–3 Stunden pro Kiefer. Wenn Zahnextraktionen, ein Knochenaufbau oder zusätzliche chirurgische Maßnahmen notwendig sind, kann sich die Behandlungsdauer verändern.

Wann werden die Zähne nach einer All-on-8 Implantation eingesetzt?

Bei geeigneten Patienten mit ausreichender Primärstabilität der Implantate können provisorische festsitzende Zähne in der Regel innerhalb von 3–4 Tagen eingesetzt werden. Die endgültige festsitzende Prothese wird meist nach der Osseointegration der Implantate, etwa 4–6 Monate später, angefertigt.

Wie lange halten All-on-8 Implantate?

Bei guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen können Implantate viele Jahre halten. Eine bestimmte Lebensdauer kann jedoch nicht garantiert werden. Die Haltbarkeit hängt von der Mundhygiene, dem allgemeinen Gesundheitszustand, dem Rauchen und der Kaubelastung ab. Prothesenbestandteile können im Laufe der Zeit eine Wartung oder Erneuerung benötigen.

Sind All-on-8 Implantate für jeden geeignet?

Nein. Für das Einsetzen von acht Implantaten sind ein ausreichendes Knochenvolumen und geeignete anatomische Voraussetzungen erforderlich. Auch der allgemeine Gesundheitszustand, die Zahnfleischgesundheit und weitere Risikofaktoren müssen berücksichtigt werden. Nicht jeder Patient benötigt acht Implantate.

Was ist der Unterschied zwischen All-on-6 und All-on-8?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Anzahl der Implantate, die eine festsitzende Prothese in einem Kiefer tragen. Bei All-on-6 werden sechs Implantate verwendet, bei All-on-8 acht. Mehr Implantate bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse. Die Wahl richtet sich nach der Knochenstruktur und der Prothesenplanung.

Ist für All-on-8 Implantate ein Knochenaufbau notwendig?

Ein Knochenaufbau ist nicht bei jedem Patienten erforderlich. Wenn in den vorgesehenen Implantationsbereichen nicht genügend Knochen vorhanden ist, können Maßnahmen zum Knochenaufbau erwogen werden. Ob diese notwendig sind, wird nach einer klinischen Untersuchung und einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie entschieden.

Wann kann man nach All-on-8 wieder normal essen?

In den ersten Tagen sollten weiche Lebensmittel bevorzugt werden. Auch bei einer provisorischen festsitzenden Prothese müssen während der Einheilung der Implantate harte Lebensmittel vermieden werden. Die Rückkehr zur normalen Ernährung richtet sich nach dem Heilungsverlauf und der zahnärztlichen Beurteilung.

Wie werden All-on-8 Implantate gereinigt?

Die Bereiche rund um den implantatgetragenen festsitzenden Zahnersatz müssen täglich gereinigt werden. Dazu können die vom Zahnarzt empfohlenen Zahnbürsten, Hilfsmittel zur Zahnzwischenraumreinigung und Methoden zur Reinigung unter der Prothese verwendet werden. Regelmäßige professionelle Kontrollen sind wichtig, um die Gesundheit des Gewebes rund um die Implantate zu erhalten.