All-on-6 Implantate mit sechs Implantaten im Unterkiefer und einer festsitzenden Zahnprothese

All-on-6 Implantate

All-on-6 Implantate sind eine Behandlungsmethode für Patienten, die alle Zähne verloren haben oder deren verbliebene Zähne nicht mehr erhalten werden können. Dabei wird ein festsitzender Zahnersatz auf sechs Zahnimplantaten befestigt, die in einen Kiefer eingesetzt werden. Ziel der Behandlung ist es, einen vollständig zahnlosen Kiefer zu versorgen, die Kau- und Sprechfunktion zu unterstützen und ein natürlich wirkendes Lächeln wiederherzustellen.

Bei der All-on-6 Behandlung wird die Position der Implantate unter Berücksichtigung der Kieferknochenstruktur und der Kaukräfte geplant. Bei geeigneten Patienten können sechs Implantate den festsitzenden Zahnersatz an mehreren Punkten stützen und die Belastung auf die Implantate verteilen. Wenn eine ausreichende Primärstabilität erreicht wird, kann ein festsitzendes Provisorium in der Regel 3–4 Tage nach der Implantation eingesetzt werden. Der endgültige Zahnersatz wird meist nach der Einheilung der Implantate in den Kieferknochen angefertigt, üblicherweise nach 4–6 Monaten.

BetäubungLokalanästhesie (bei Bedarf Sedierung)
Anzahl der Implantate6 Implantate pro Kiefer
BehandlungsdauerEtwa 2–3 Stunden pro Kiefer (je nach Fall unterschiedlich)
Provisorische ZähneBei geeigneten Patienten meist innerhalb von 3–4 Tagen
Erste HeilungsphaseIn der Regel 1–2 Wochen
Endgültiger ZahnersatzMeist nach 4–6 Monaten
All-on-6 Implantate im Überblick

Patienten, die eine Behandlung im Ausland planen, finden in unserem Ratgeber über All-on-6 Implantate in der Türkei weitere Informationen zum Behandlungsablauf in Istanbul, zur Reiseplanung und zu den aktuellen Preisen.

Was sind All-on-6 Implantate?

Bei der All-on-6 Methode wird ein vollständig zahnloser Ober- oder Unterkiefer mit einem festsitzenden Zahnersatz versorgt, der von sechs Zahnimplantaten getragen wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen herausnehmbaren Zahnprothesen muss der implantatgetragene Zahnersatz im Alltag nicht vom Patienten herausgenommen werden.

Bei dieser Methode muss nicht für jeden fehlenden Zahn ein eigenes Implantat eingesetzt werden. Stattdessen tragen sechs Implantate, die in bestimmten Positionen und Winkeln im Kieferknochen verankert werden, eine vollständige Zahnreihe. Die Implantatpositionen werden anhand des Knochenvolumens, der Knochenqualität, der anatomischen Gegebenheiten und des geplanten Zahnersatzes festgelegt.

Die Behandlung soll nicht nur das Erscheinungsbild fehlender Zähne wiederherstellen, sondern auch die Kaufunktion, den Sprechkomfort und die Lebensqualität im Alltag verbessern. Allerdings sind sechs Implantate nicht für jeden Patienten notwendig oder geeignet. Der Behandlungsplan wird auf Grundlage der klinischen Untersuchung und der dreidimensionalen Bildgebung individuell erstellt.

Für wen sind All-on-6 Implantate geeignet?

Eine All-on-6 Behandlung kommt insbesondere für Patienten infrage, die alle Zähne in einem Kiefer verloren haben oder deren verbliebene Zähne stark geschädigt sind und nicht mehr erhalten werden können. Ob die Methode geeignet ist, hängt jedoch nicht nur von der Anzahl fehlender Zähne ab, sondern auch vom Zustand des Kieferknochens und der allgemeinen Gesundheit.

Diese Methode kann in folgenden Situationen eine Behandlungsoption sein:

  • Personen, die alle Zähne im Ober- oder Unterkiefer verloren haben.
  • Patienten, deren verbliebene Zähne aufgrund einer fortgeschrittenen Parodontitis oder schwerer Zahnschäden nicht erhalten werden können.
  • Personen, die festsitzenden Zahnersatz anstelle einer herausnehmbaren Prothese wünschen.
  • Patienten mit ausreichendem Knochenvolumen und geeigneter Knochenqualität zur Aufnahme von sechs Implantaten.
  • Personen, deren allgemeiner Gesundheitszustand eine Implantatoperation zulässt.

Für wen ist die All-on-6 Behandlung möglicherweise nicht geeignet?

Bestimmte unkontrollierte Allgemeinerkrankungen, aktive Infektionen im Mundraum oder ein ausgeprägter Knochenschwund können die Behandlungsplanung beeinflussen. Rauchen und eine unzureichende Mundhygiene gehören ebenfalls zu den Faktoren, die den langfristigen Erfolg der Implantate beeinträchtigen können.

Bei unzureichendem Knochenangebot können zusätzliche Maßnahmen wie ein Knochenaufbau erforderlich sein. Für manche Patienten kann auch ein Zahnersatz auf einer anderen Anzahl von Implantaten besser geeignet sein. Die endgültige Entscheidung wird nach einer klinischen Untersuchung und einer radiologischen Beurteilung durch den Zahnarzt getroffen.

Wie läuft die All-on-6 Behandlung ab?

Die All-on-6 Implantatbehandlung umfasst drei wesentliche Phasen: die Untersuchung und Planung, das Einsetzen der Implantate sowie die Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes. Der Ablauf wird individuell an die Kieferknochenstruktur und die Behandlungsbedürfnisse des Patienten angepasst.

1. Untersuchung und Behandlungsplanung

Der Kieferknochen wird durch eine Untersuchung der Mundhöhle und eine dreidimensionale dentale Volumentomographie (DVT/CBCT) beurteilt. Anschließend werden die Positionen der Implantate und der festsitzende Zahnersatz geplant. Auch notwendige Zahnextraktionen oder zusätzliche Eingriffe werden festgelegt.

Bestandteile eines Zahnimplantats: Implantat, Abutment und Zahnkrone
Ein Zahnimplantat besteht aus drei Hauptbestandteilen: Implantat, Abutment und Zahnkrone.

2. Einsetzen der Implantate und provisorischer Zahnersatz

In der Regel werden sechs Implantate unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt. Bei Patienten, deren Implantate eine ausreichende Primärstabilität aufweisen, kann ein festsitzender provisorischer Zahnersatz meist innerhalb von 3–4 Tagen eingesetzt werden.

Ablauf einer Zahnimplantatbehandlung: Implantation, Einheilphase, Abutment und Einsetzen der Zahnkrone
Eine Zahnimplantatbehandlung umfasst mehrere Schritte, darunter das Einsetzen des Implantats, die Einheilphase und die Befestigung der Zahnkrone.

3. Einheilung und endgültiger Zahnersatz

Die Einheilung der Implantate in den Kieferknochen dauert in der Regel 4–6 Monate. Nach Abschluss der Heilungsphase werden Abdrücke genommen und ein endgültiger festsitzender Zahnersatz angefertigt und eingesetzt. Dieser wird an die Zahnstruktur, die ästhetischen Erwartungen und die Bissverhältnisse des Patienten angepasst.

Vor der All-on-6 Implantatbehandlung

Vor der Behandlung werden die Mundgesundheit, der Kieferknochen und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten untersucht. Für eine sichere Behandlungsplanung sind folgende Punkte wichtig:

Rauchen: Da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann, wird empfohlen, vor und nach dem Eingriff darauf zu verzichten.

Krankengeschichte: Chronische Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und Allergien sollten dem Zahnarzt mitgeteilt werden. Medikamente dürfen nicht ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt werden.

Kieferknochen: Mithilfe einer dreidimensionalen dentalen Bildgebung wird die Knochenstruktur untersucht. Falls erforderlich, kann ein Knochenaufbau geplant werden.

Mundgesundheit: Zahnfleischerkrankungen und aktive Infektionen werden vor dem Eingriff beurteilt und bei Bedarf behandelt.

Nach der All-on-6 Implantatbehandlung

Nach einer All-on-6 Implantatbehandlung können in den ersten Tagen leichte bis mäßige Schmerzen, Schwellungen, Druckempfindlichkeit und geringe Blutungen auftreten. Diese Beschwerden lassen normalerweise mit der Zeit nach. Für einen möglichst komplikationsarmen Heilungsverlauf ist es wichtig, die Pflege- und Ernährungsempfehlungen des behandelnden Zahnarztes einzuhalten.

Worauf sollte man in den ersten Tagen achten?

  • In den ersten 24 Stunden sollten kräftiges Mundspülen, starkes Ausspucken und Druck auf den Operationsbereich vermieden werden.
  • In den ersten Tagen sollten weiche und lauwarme Speisen bevorzugt werden. Sehr heiße und harte Lebensmittel sind zu vermeiden.
  • Die vom Zahnarzt verordneten Medikamente sollten in der angegebenen Dosierung und über den empfohlenen Zeitraum eingenommen werden.
  • Auf Rauchen und Alkoholkonsum sollte verzichtet werden.
  • Schwere körperliche Anstrengungen und intensive sportliche Aktivitäten sollten in den ersten Tagen eingeschränkt werden.
  • Die Mundhygiene sollte gemäß den Anweisungen des Zahnarztes fortgesetzt werden, ohne den Operationsbereich zu verletzen.

Heilungsverlauf nach der All-on-6 Implantatbehandlung

Die Heilungsdauer kann je nach allgemeinem Gesundheitszustand, Knochenstruktur und durchgeführten Eingriffen variieren. Im Allgemeinen verläuft die Heilung in folgenden Phasen:

  • Tag 1–3: Schwellungen, Druckempfindlichkeit und leichte Blutungen können auftreten. Die Schwellung ist in dieser Phase meist besonders ausgeprägt.
  • Tag 3–7: Schmerzen und Schwellungen beginnen in der Regel nachzulassen. Bei geeigneten Patienten kann der festsitzende provisorische Zahnersatz zu diesem Zeitpunkt bereits eingesetzt sein.
  • Woche 1–2: Die erste Heilungsphase des Weichgewebes ist weitgehend abgeschlossen. Falls erforderlich, werden die Nähte kontrolliert oder entfernt.
  • Monat 1–3: Die Einheilung der Implantate in den Kieferknochen schreitet weiter voran. Patienten mit provisorischem Zahnersatz sollten weiterhin harte Lebensmittel vermeiden.
  • Monat 4–6: Sobald die Implantate ausreichend in den Knochen eingeheilt sind, kann der endgültige festsitzende Zahnersatz angefertigt und eingesetzt werden.

Das Einsetzen eines festsitzenden Provisoriums bedeutet nicht, dass die Implantate bereits vollständig eingeheilt sind. Während dieser Zeit sollten übermäßige Kaubelastungen vermieden und die empfohlenen Ernährungsvorgaben eingehalten werden. Bei zunehmenden Schmerzen, nicht kontrollierbaren Blutungen, Fieber oder einer sich verschlimmernden Schwellung sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Vorteile und Nachteile von All-on-6 Implantaten

All-on-6 Implantate sind eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit vollständigem Zahnverlust, die einen festsitzenden Zahnersatz wünschen. Bei geeigneten Knochenverhältnissen können sechs Implantate die Prothese an mehreren Stellen unterstützen. Neben den möglichen Vorteilen gibt es jedoch auch einige Einschränkungen, die berücksichtigt werden sollten.

Vorteile

  • Festsitzender Zahnersatz: Bietet eine Alternative zu herausnehmbaren Prothesen und muss im Alltag nicht vom Patienten herausgenommen werden.
  • Kaufunktion: Ein sorgfältig geplanter Zahnersatz kann dazu beitragen, die Kaufunktion wiederherzustellen.
  • Lastverteilung: Sechs Implantate können eine Verteilung der Kaukräfte auf die Implantate ermöglichen, die den Zahnersatz tragen.
  • Ästhetisches Erscheinungsbild: Form, Farbe und Anordnung der Zähne können an die Gesichtszüge des Patienten angepasst werden.
  • Sprechkomfort: Der Ersatz fehlender Zähne kann bei manchen Patienten die Aussprache und das Sprechen verbessern.
  • Individuelle Planung: Die Implantatpositionen und die Gestaltung des Zahnersatzes werden entsprechend der Kieferknochenstruktur und den persönlichen Bedürfnissen festgelegt.

Nachteile

  • Knochenangebot: Für die Platzierung von sechs Implantaten an geeigneten Positionen sind ein ausreichendes Knochenvolumen und eine entsprechende Knochenqualität erforderlich.
  • Chirurgischer Eingriff: Das Einsetzen der Implantate erfordert eine Operation mit anschließender Heilungsphase.
  • Zusätzliche Behandlungen: Bei manchen Patienten können Zahnextraktionen, ein Knochenaufbau oder weitere vorbereitende Maßnahmen notwendig sein.
  • Behandlungsdauer: Vor der Anfertigung des endgültigen Zahnersatzes muss die Einheilung der Implantate in den Kieferknochen abgewartet werden.
  • Pflegeaufwand: Der festsitzende Zahnersatz und die Bereiche um die Implantate müssen regelmäßig gereinigt werden. Auch professionelle Kontrolluntersuchungen sind notwendig.
  • Kosten: Die Verwendung von sechs Implantaten kann die Gesamtkosten im Vergleich zu manchen Behandlungsplänen mit vier Implantaten erhöhen.

Diese Vor- und Nachteile sind nicht bei jedem Patienten gleichermaßen ausgeprägt. Bei der Wahl der Behandlung sollten vor allem die Kieferknochenverhältnisse, die Gestaltung des Zahnersatzes und die langfristigen Pflegeanforderungen berücksichtigt werden, nicht allein die Anzahl der Implantate.

Unterschiede zwischen All-on-4 und All-on-6

All-on-4 und All-on-6 sind implantatgetragene Behandlungsmethoden, mit denen ein vollständig zahnloser Kiefer mit festsitzendem Zahnersatz versorgt werden kann. Der wichtigste Unterschied liegt in der Anzahl der Implantate, die den Zahnersatz pro Kiefer tragen. Eine höhere Implantatanzahl bedeutet jedoch nicht automatisch ein besseres oder langlebigeres Behandlungsergebnis.

MerkmalAll-on-4All-on-6
Anzahl der Implantate4 Implantate pro Kiefer6 Implantate pro Kiefer
Art des ZahnersatzesFestsitzender Zahnersatz für einen vollständigen KieferFestsitzender Zahnersatz für einen vollständigen Kiefer
KnochenangebotKann bei bestimmten Formen von Knochenverlust geeignet seinErfordert geeignete Knochenbereiche für sechs Implantate
ImplantatpositionierungVordere Implantate werden meist gerade, hintere Implantate können schräg eingesetzt werdenSechs Implantate werden entsprechend den Knochenverhältnissen und der Prothesenplanung verteilt
LastverteilungDer Zahnersatz wird von vier Implantaten getragenDer Zahnersatz wird von sechs Implantaten getragen
Festsitzendes ProvisoriumBei geeigneten Patienten frühzeitig möglichBei geeigneten Patienten frühzeitig möglich
Endgültiger ZahnersatzMeist nach 4–6 MonatenMeist nach 4–6 Monaten
KostenIn der Regel werden weniger Implantate benötigtZusätzliche Implantate können die Gesamtkosten erhöhen
Arten von Zahnimplantaten: Einzelimplantat, All-on-4 und All-on-6
Bei Zahnimplantatbehandlungen können einzelne Zähne ersetzt oder vollständige Kiefer mit Lösungen wie All-on-4 und All-on-6 versorgt werden.

All-on-4 oder All-on-6 – welche Methode ist besser?

Beide Methoden eignen sich für unterschiedliche klinische Situationen. Bei manchen Patienten mit ausreichendem Knochenangebot kann die Verwendung von sechs Implantaten bevorzugt werden. Aufgrund der Knochenstruktur oder anatomischer Einschränkungen kann jedoch auch eine Versorgung mit vier Implantaten besser geeignet sein.

Bei der Entscheidung werden das Knochenvolumen, die Implantatpositionen, die Kaukräfte, die Gestaltung des Zahnersatzes und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten gemeinsam berücksichtigt. Die am besten geeignete Methode sollte daher nach einer klinischen Untersuchung und einer dreidimensionalen dentalen Volumentomographie festgelegt werden.

Nebenwirkungen und Risiken von All-on-6 Implantaten

Da das Einsetzen von All-on-6 Implantaten einen chirurgischen Eingriff erfordert, können vorübergehende Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen auftreten. Das individuelle Risiko hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand, der Kieferknochenstruktur, der Mundhygiene und dem gewählten Behandlungsplan ab.

Vorübergehende Nebenwirkungen

In den ersten Tagen nach dem Einsetzen der Implantate können folgende Beschwerden auftreten:

  • Schwellungen: Sie können am Zahnfleisch und im Wangenbereich auftreten und beginnen meist nach einigen Tagen abzuklingen.
  • Schmerzen und Druckempfindlichkeit: Im Operationsbereich können leichte bis mäßige Beschwerden auftreten.
  • Leichte Blutungen: Besonders in den ersten Stunden nach dem Eingriff können geringe Nachblutungen oder leichtes Blutsickern auftreten.
  • Blutergüsse: Bei manchen Patienten können vorübergehende Verfärbungen im Wangen- und Kieferbereich entstehen.
  • Empfindlichkeit beim Kauen: Während der ersten Heilungsphase kann eine vorübergehende Anpassung der Ernährung erforderlich sein.

Mögliche Komplikationen

Seltener können im Zusammenhang mit einer Implantatbehandlung folgende Komplikationen auftreten:

  • Infektionen: Im Gewebe rund um die Implantate können Infektionen entstehen, die eine zusätzliche Behandlung erforderlich machen.
  • Fehlende Osseointegration: Manche Implantate verbinden sich nicht ausreichend mit dem Kieferknochen und müssen möglicherweise entfernt werden.
  • Nerven- oder Nebenhöhlenprobleme: Abhängig von der Implantatposition können Taubheitsgefühle, Sensibilitätsveränderungen oder Komplikationen im Bereich der Kieferhöhle auftreten.
  • Periimplantitis: Langfristig können unzureichende Mundhygiene und weitere Risikofaktoren zu Entzündungen sowie Gewebe- und Knochenverlust rund um die Implantate führen.
  • Probleme mit dem Zahnersatz: Mechanische Komplikationen wie gelockerte Schrauben, Verschleiß oder Brüche des festsitzenden Zahnersatzes sind möglich.

Um das Risiko von Komplikationen zu verringern, sind eine sorgfältige Planung vor der Behandlung, die Einhaltung der Pflegeempfehlungen nach dem Eingriff und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wichtig. Bei zunehmenden Schmerzen, anhaltenden Blutungen, Fieber oder länger bestehenden Taubheitsgefühlen sollte unverzüglich ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Ergebnisse der All-on-6 Implantatbehandlung

Mit einer All-on-6 Implantatbehandlung sollen Patienten mit vollständigem Zahnverlust einen festsitzenden Zahnersatz erhalten, ihre Kaufunktion verbessern und ein harmonischeres Lächeln erreichen. Die Ergebnisse hängen von der Einheilung der Implantate in den Kieferknochen, der Gestaltung des Zahnersatzes, der Mundhygiene und den individuellen Voraussetzungen des Patienten ab.

Auch wenn bei geeigneten Patienten frühzeitig ein festsitzendes Provisorium eingesetzt werden kann, muss für die Beurteilung des endgültigen Ergebnisses die Heilungsphase abgeschlossen sein. Der meist nach 4–6 Monaten angefertigte endgültige Zahnersatz wird individuell gestaltet. Dabei werden die Zahnform, die Zahnfarbe und die Bissverhältnisse berücksichtigt.

Nach einer erfolgreichen Behandlung können Patienten im Vergleich zu herausnehmbaren Prothesen von einem stabileren Zahnersatz profitieren. Allerdings unterscheidet sich dessen Pflege von der natürlicher Zähne. Die regelmäßige Reinigung der Implantatumgebung und der Unterseite des Zahnersatzes ist für eine langfristige Nutzung besonders wichtig.

Für die Lebensdauer der Implantate und des festsitzenden Zahnersatzes kann keine allgemein gültige Garantie über eine bestimmte Anzahl von Jahren gegeben werden. Regelmäßige Kontrollen, eine gute Mundhygiene und die Kontrolle individueller Risikofaktoren können dazu beitragen, das Behandlungsergebnis langfristig zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange halten All-on-6 Implantate?

Die Lebensdauer von All-on-6 Implantaten hängt von der Mundhygiene, der Knochengesundheit, regelmäßigen Kontrollen und individuellen Risikofaktoren ab. Implantate können viele Jahre halten, eine lebenslange Garantie ist jedoch nicht möglich. Der festsitzende Zahnersatz kann im Laufe der Zeit Pflege, Reparaturen oder einen Austausch erfordern.

Ist die All-on-6 Behandlung schmerzhaft?

Da die Implantate in der Regel unter örtlicher Betäubung eingesetzt werden, sind während des Eingriffs normalerweise keine Schmerzen zu erwarten. Nach dem Nachlassen der Betäubung können einige Tage lang Schmerzen, Schwellungen und Druckempfindlichkeit auftreten. Diese Beschwerden lassen sich meist mit den verordneten Medikamenten und empfohlenen Pflegemaßnahmen lindern.

Wie lange dauert die All-on-6 Behandlung?

Das Einsetzen der Implantate dauert in der Regel etwa 2–3 Stunden pro Kiefer. Bei geeigneten Patienten kann ein festsitzendes Provisorium innerhalb von 3–4 Tagen eingesetzt werden. Der endgültige Zahnersatz wird meist nach der Einheilung der Implantate angefertigt, üblicherweise nach etwa 4–6 Monaten. Die genaue Dauer kann individuell variieren.

Ist ein Knochenaufbau notwendig?

Nicht jeder Patient benötigt einen Knochenaufbau. Wenn das Knochenvolumen oder die Knochenqualität für die Implantation nicht ausreicht, können zusätzliche knochenaufbauende Maßnahmen erforderlich sein. Ob ein Knochenaufbau notwendig ist, wird anhand der klinischen Untersuchung und der dreidimensionalen dentalen Bildgebung entschieden.

Können die Zähne am selben Tag eingesetzt werden?

Bei ausreichender Primärstabilität der Implantate und geeigneten klinischen Voraussetzungen kann frühzeitig ein festsitzendes Provisorium eingesetzt werden. Dies ist jedoch nicht bei jedem Patienten am selben Tag möglich. Je nach Behandlungsplan können provisorische Zähne meist innerhalb von 3–4 Tagen angefertigt werden. Manchmal ist eine längere Heilungsphase erforderlich.

Was ist besser: All-on-6 oder All-on-4?

Beide Methoden können bei vollständigem Zahnverlust zur Versorgung mit festsitzendem Zahnersatz eingesetzt werden. All-on-6 verwendet sechs Implantate, während All-on-4 auf vier Implantaten basiert. Welche Methode besser geeignet ist, hängt von der Knochenstruktur, den Implantatpositionen, der Prothesenplanung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab.

Wann darf man nach der Implantation wieder essen?

Wann die Nahrungsaufnahme wieder möglich ist, hängt vom Nachlassen der Betäubung und den Empfehlungen des Zahnarztes ab. In den ersten Tagen sollten weiche und lauwarme Speisen bevorzugt werden. Auch bei einem festsitzenden Provisorium müssen während der Einheilphase harte Lebensmittel und starke Kaubelastungen vermieden werden.

Kann All-on-6 im Ober- und Unterkiefer angewendet werden?

Ja, bei geeigneten Patienten kann die All-on-6 Methode sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer angewendet werden. Jeder Kiefer wird separat untersucht. In der Regel werden sechs Implantate pro Kiefer geplant. Die tatsächliche Anzahl und Position der Implantate können jedoch je nach Knochenstruktur und prothetischen Anforderungen variieren.

Wie reinigt man All-on-6 Implantate?

Die tägliche Reinigung des implantatgetragenen festsitzenden Zahnersatzes ist wichtig. Zusätzlich zum Zähneputzen können nach zahnärztlicher Empfehlung Interdentalbürsten, spezielle Zahnseide oder eine geeignete Munddusche verwendet werden, um die Bereiche unter dem Zahnersatz und rund um die Implantate zu reinigen. Regelmäßige professionelle Kontrollen sind ebenfalls notwendig.

Können Zahnimplantate fehlschlagen?

Ja. Wie bei jeder Implantatbehandlung können Probleme wie eine fehlende Einheilung in den Knochen, Infektionen oder langfristiger Knochenverlust rund um die Implantate auftreten. Rauchen, unkontrollierte Allgemeinerkrankungen und unzureichende Mundhygiene können das Risiko erhöhen. Eine frühzeitige Untersuchung und eine angemessene Nachsorge sind wichtig.